"St. Margaretha" in Holler
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"St. Margaretha" |
Der Altarraum |
Göckel - Orgel von 2000 |
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| Weihnachtskrippe |
| Disposition der Göckel - Orgel |
| I.
Manual C - g''' Hauptwerk |
II.
Manual C - g''' Positiv |
Pedal
C - f' |
| Principal Rohrflöte Octave Flöte Nasard Terz Superoctave Mixtur 4fach Trompete |
8' 8' 4' 4' 2 2/3'1 3/5'2' 1 1/3'8' |
Bourdon Salicional Ital. Principal Nasard Flageolet Terz Larigot Cymbel 3fach Vox humana - Tremulant - |
8' 8' 4' 2 2/3'2'1 3/5'1 1/3'1' 8' |
Subbass Octavbass Oktave Posaune Trompete |
16' 8' 4' 16' 8' |
| -
Schleifladen - mechanische Spieltraktur - elektrische Registertratur mit - Setzerkombinationen |
Koppeln: II / I I / P II / P |
Klanggestaltung
und Disposition der Orgel
Bei
der konzeptionellen Gestaltung, der Disponierung, Mensuration und Intonation der
Orgel aus der Werkstatt von Karl Göckel entschied man sich für ein
Klangkonzept, das, passend zum Baustil und der Innenausstattung der Hollerer
Kirche, auf die Musik der Barockzeit ausgerichtet ist. Besonderer Wert wurde auf
eine große Farbigkeit und Klarheit des Pfeifenklanges gelegt, mit Betonung der
Grundtönigkeit. Die Orgel, die im Jahre 2000 erbaut wurde, verfügt über 19 klingende Register, die auf 3
selbständige Werke verteilt sind.
Das
I. Manual, das Hauptwerk, ist auf dem Prinzipal 8‘ aufgebaut
und hat die zentrale und tragende Funktion der Orgel. Auf ihm baut sich das
klassische Plenum auf, das durch den Klang der Trompete gekrönt wird. Außerdem
hat dieses Werk auch solistische Funktion, was durch die hervorragende
Intonation des Principal 8‘, der Aliquot-Register (Nasard 2 2/3‘, Terz 1
3/5‘, Larigot 1 1/3‘) sowie der Trompete 8‘ erst ermöglicht wird.
Begleitregister dieses Werkes sind die Rohrflöte 8‘ und die Flöte 4‘.
Das II. Manual ist das Positiv.
Dieses Manual ist im klassischen Sinne konzipiert, das heißt, es stellt ein
verkleinertes Hauptwerk dar, basierend auf dem italienischen Prinzipal 4‘.
Neben seinen Continuo-Zwecken findet man hier vor allem Soloregister wie z.B.
den Salicional 8‘, das Cornet (Bourdon 8‘, ital. Prinzipal 4‘, Nazard 2
2/3‘, Flagolet 2‘ und Terz 1 3/5‘), aber auch die Vox humana 8‘.
Das Pedalwerk hätte bei traditioneller Bauweise lediglich drei selbständige Register. Durch die Transmissionswindlade ist es jedoch möglich, noch zwei weitere Register (Trompete 8‘ und Octave 4‘) des Hauptwerkes als eigenständige Register im Pedal zu spielen. Auf diese Weise wird eine Vielzahl von Registriermöglichkeiten hinzugewonnen.
Die Orgel ist besonders gut geeignet für
die Aufführung deutscher und französischer Barockmusik und steht somit auch in
einem interessanten Kontrast zur Gackenbacher Orgel, die, ebenfalls ein Werk von
Karl Göckel, mit ihrer romantisierenden Klangsubstanz an die Tradition des
französischen Orgelbauers Cavaillé-Coll
(siehe unten) anknüpft.
Aristide Cavaillé-Coll
französischer Orgelbauer, *ÿMontpellier am 4.
Februar 1811, Paris am
13. Oktober 1899. Er war bedeutendster französischer Orgelbaumeister der letzten
hundert Jahre. Seine Werke, unter anderem in Paris
die Orgeln von Saint-Denis, Sainte-Madeleine, Saint-Sulpice, machten auf
Grund ihrer technischen und klanglichen Neuerungen in der zweiten Hälfte des 19.
Jahrhunderts den sinfonischen Stil des französischen
Orgelspiels möglich.
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