"St. Margaretha" in Holler

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kirche_holler33.jpg (11949 Byte) (c)-dw- altar_holler2.jpg (9879 Byte) (c)-dw- orgel_holler1.jpg (15699 Byte) (c)Göckel

"St. Margaretha" 

Der Altarraum

Göckel - Orgel von 2000

krippe_holler02.jpg (84214 Byte), (c)-dw-    
Weihnachtskrippe    

 

 Disposition der Göckel - Orgel

 I. Manual  C - g'''
 Hauptwerk
 II. Manual   C - g'''
 Positiv
 Pedal  C - f'
 
 Principal
 Rohrflöte
 Octave
 Flöte
 Nasard
 Terz
 Superoctave
 Mixtur 4fach
 Trompete

8'
8'
4'
4'
2 2/3'
1 3/5'
2'
1 1/3'
8'

 Bourdon
 Salicional
 Ital. Principal
 Nasard
 Flageolet
 Terz
 Larigot
 Cymbel 3fach
 Vox humana
 - Tremulant -
8'
8'
4'
2 2/3'
2'
1 3/5'
1 1/3'
1'
8'

 Subbass
 Octavbass
 Oktave
 Posaune
 Trompete





16'
  8'
  4'
16'
  8'





 - Schleifladen
 - mechanische Spieltraktur
 - elektrische Registertratur mit
 - Setzerkombinationen
 Koppeln:
 II / I
 I / P
 II / P

Klanggestaltung und Disposition der Orgel

Bei der konzeptionellen Gestaltung, der Disponierung, Mensuration und Intonation der Orgel aus der Werkstatt von Karl Göckel entschied man sich für ein Klangkonzept, das, passend zum Baustil und der Innenausstattung der Hollerer Kirche, auf die Musik der Barockzeit ausgerichtet ist. Besonderer Wert wurde auf eine große Farbigkeit und Klarheit des Pfeifenklanges gelegt, mit Betonung der Grundtönigkeit. Die Orgel, die im Jahre 2000 erbaut wurde, verfügt über 19 klingende Register, die auf 3 selbständige Werke verteilt sind.

Das I. Manual, das Hauptwerk, ist auf dem Prinzipal 8‘ aufgebaut und hat die zentrale und tragende Funktion der Orgel. Auf ihm baut sich das klassische Plenum auf, das durch den Klang der Trompete gekrönt wird. Außerdem hat dieses Werk auch solistische Funktion, was durch die hervorragende Intonation des Principal 8‘, der Aliquot-Register (Nasard 2 2/3‘, Terz 1 3/5‘, Larigot 1 1/3‘) sowie der Trompete 8‘ erst ermöglicht wird. Begleitregister dieses Werkes sind die Rohrflöte 8‘ und die Flöte 4‘.

Das II. Manual ist das Positiv. Dieses Manual ist im klassischen Sinne konzipiert, das heißt, es stellt ein verkleinertes Hauptwerk dar, basierend auf dem italienischen Prinzipal 4‘. Neben seinen Continuo-Zwecken findet man hier vor allem Soloregister wie z.B. den Salicional 8‘, das Cornet (Bourdon 8‘, ital. Prinzipal 4‘, Nazard 2 2/3‘, Flagolet 2‘ und Terz 1 3/5‘), aber auch die Vox humana 8‘.

Das Pedalwerk hätte bei traditioneller Bauweise lediglich drei selbständige Register. Durch die Transmissionswindlade ist es jedoch möglich, noch zwei weitere Register (Trompete 8‘ und Octave 4‘) des Hauptwerkes als eigenständige Register im Pedal zu spielen. Auf diese Weise wird eine Vielzahl von Registriermöglichkeiten hinzugewonnen.

Die Orgel ist besonders gut geeignet für die Aufführung deutscher und französischer Barockmusik und steht somit auch in einem interessanten Kontrast zur Gackenbacher Orgel, die, ebenfalls ein Werk von Karl Göckel, mit ihrer romantisierenden Klangsubstanz an die Tradition des  französischen Orgelbauers Cavaillé-Coll (siehe unten) anknüpft.

holler_decke.jpg (14178 Byte) (c) Czerwick
Teilbild vom restaurierten Deckengemälde
der Hollerer Kirche

 

Aristide Cavaillé-Coll
 französischer Orgelbauer, *ÿMontpellier am 4. Februar 1811, Paris am 13. Oktober 1899. Er war bedeutendster französischer Orgelbaumeister der letzten hundert Jahre. Seine Werke, unter anderem in Paris die Orgeln von Saint-Denis, Sainte-Madeleine, Saint-Sulpice, machten auf  Grund ihrer technischen und klanglichen Neuerungen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts den sinfonischen Stil des französischen Orgelspiels möglich.

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