Die "Dreifaltigkeits - Kapelle" in Daubach

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Dreifaltigkeitskapelle 

Der Altarraum

Weihnachtskrippe
1999 aus Lindenholz
geschnitzt von Alois
Wittlich, Daubach

Gottesmutter Maria
geschnitzt von Alois Wittlich, Daubach

Text zur Daubacher Weihnachtskrippe

Nur ein lieber alter Apfelbaum
Niemand im Dorf kann sich heute erinnern, wer mich hier, unterhalb des Krahbeuls, pflanzte, und mir damit meine Heimat in Daubach gab. Ich wurde größer und größer. Viele sah ich, wie sie zu Fuß zur Heiligen Messe nach Stahlhofen gingen. Viele Landwirte mit Kühen und Wagen zogen an mir vorbei. Ich sah, wie der Schweiß ihnen von der Stirne rann, wenn sie, um ihre Familie zu ernähren, mühsam die Felder bestellten und die Ernte einbrachten. Die Zeit änderte sich und nun fahren alle mit den Autos an mir vorbei. Alle kannten mich. Ich wurde mit ihnen älter und älter. Überlebte so manchen, doch die Spuren der Zeit gingen auch an mir nicht vorüber. In meinem Inneren wurde ich schwach und hohl. Eidechsen, Fledermäuse und anderen Kleintieren gab ich Heimat - viele Vögel bauten ihre Nester in meiner Krone. Ich wurde stärker und dicker und bin mit meinem Umfang in der ganzen Umgebung der Größte. Es gab Zeiten, da verspottete man mich, man nannte mich eine Baumruine -eine Schande. Doch gab es auch Menschen, die mich liebten, die mich achteten - die wussten, dass ich in schlechten und in guten Zeiten meine Früchte reichlich für sie hergab. An einem stürmischen Abend zauste der Wind meine Krone durcheinander. Ich brach entzwei und fiel zu Boden. Eine Hälfte von mir überstand den Sturm. Doch aus mir wurde in vielen Stunden eine Krippe gebaut. Nun darf ich in Jedem Jahr dem Christkind eine Herberge sein. Und wenn man Dich einst in meiner Nähe zur letzten Ruhe in die Erde bettet, Dich mit der Zeit vielleicht vergisst, werde ich an jedem Weihnachtsfest Dir einen Gruß herüberschicken. A. Wittlich